Hüftgelenksarthrose

Eine Vielzahl von Erkrankungen können das Hüftgelenk schädigen, sodass schließlich eine Verschleißerkrankung der Hüfte entsteht. Hierzu zählen:

In vielen Fällen entsteht der Gelenkverschleiß „primär“, das heißt eine Ursache ist nicht fassbar, auch genetische Veranlagungen können eine Rolle spielen.
Die Beschwerden können sich äußern in Leistenschmerzen, Knieschmerzen, Morgensteifigkeit in den Hüften, dem s.g. Anlaufschmerz oder auch Oberschenkelschmerzen. Oft nehmen die Beschwerden dann beim Laufen wieder ab, die Bewegung tut dem Gelenk gut.
Es kommt zu einem fortschreitenden Verlust der Knorpelschicht, die immer mehr abgerieben wird. Durch diesen Vorgang werden Entzündungsvorgänge hervorgerufen.
Es entstehen Unregelmäßigkeiten im Gelenk, die Gelenkpartner passen nicht mehr zueinander. Instabilitäten und Fehlstellungen sind die Folge, die den Verschleißvorgang noch weiter vorantreiben.

Mögliche Therapieformen der Arthrose in nicht fortgeschrittenen Formen:

Operative Therapie

Bei fortdauernden Beschwerden trotz konservativer Behandlung, Beeinträchtigung des Gehens und nachteiliger Wirkung auf Nachbargelenke sollte die Möglichkeit des künstlichen Gelenkersatzes in Erwägung gezogen werden.

Die Erfolgsaussichten sind sehr gut, der Eingriff wird standardisiert durchgeführt.
Die Operation als Totalendoprothese durchgeführt, da sowohl Hüftkopf, als auch Hüftpfanne erkrankt sind.
Die einzelnen Prothesenteile können sowohl zementfrei als auch mit Knochenzement verankert werden. Die Wahl hängt von verschiedenen Faktoren wie Knochenfestigkeit, Alter und anatomischen Gegebenheiten ab.

Es bestehen langjährige Erfahrung in der Hüftendoprothetik. Die Ergebnisse sind in den allermeisten Fällen sehr gut.
Die Lebensdauer der von uns verwendeten Prothesen von Aesculap ist als ausgezeichnet zu bezeichnen. Die bei guten Knochenverhältnissen zementfrei einzusetzenden, selbsttragenden Prothesenteile bestehen aus beschichtetem Titan, die Gelenkpartner (aufgesetzter Kopf und Pfanneninnenschale) bestehen aus einer hochfesten und abriebarmen Biokeramik (Delta-Keramik).
Für den Bikontaktschaft liegen bereits Standzeiten von annähernd 25 Jahren vor, sodass in Kombination mit der Delta-Keramik Standzeiten der Gesamtprothese von über 25 Jahren nicht ungewöhnlich sein werden.
Weiterentwicklungen in der Hüftendoprothetik versuchen zum einen das Operationstrauma zu reduzieren (minimalinvasives Operieren), zum anderen die Entnahme von Knochensubstanz bei der Operation zu verringern (Kurzschaftprothese).
Durch gewebeschonende, wenig invasive Zugänge versucht man die Beschwerden durch die Operation zu minimieren, Schmerzen zu verringern und die Nachbehandlung zu verbessern.
Aufgrund der sehr guten Operationsergebnisse des Standardverfahrens sollte die Anwendung neuer Techniken im Einzelfall erwogen werden.
Fragen Sie uns. Wir beraten Sie gern.

Sollte es zur Lockerung einer Hüftendoprothese kommen, sind wir in der Lage, Wechseloperationen, ggfs. mit Knochenaufbau und Knochenersatz durchzuführen.
Auch bei schwierigen Ausgangssituationen wie z.B. Hüftgelenksdysplasien ode vorausgegangenen Umstellungsoperationen können Hüftendoprothesen mit befriedigendem Ergebnis eingesetzt werden.

Am Folgetag nach der Operation beginnt das Rehabilitationsprogramm, das Laufen und Verhalten mit der neuen Hüfte wir geübt.
Die volle Belastung ist in der Regel auch bei zementfreien Endoprothesen sofort möglich.
Nach der Behandlung im Krankenhaus schließt sich eine ambulante oder stationäre Rehabilitationsphase an.

Sie werden von der Voruntersuchung über die Operation, der Nachbehandlungsphase bis zu den ambulanten Kontrollen von Ihrem Operateur bzw. dem zuweisenden Chirurgen oder Orthopäden betreut.




Dysplasiecoxarthrose (Fehlbildungsarthrose)


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Endoprothesenversorgung zementfrei


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Arthrose nach Schenkelhalsbruch
mit Beinverkürzung


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Endoprothesenversorgung nach Nagelentfernung mit Beinlängenausgleich


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Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Dr. Jürgen Kaiser
Luisenstraße 14
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